Karriereende: Deutsche Rapperin hört auf!

Über 15 Jahre war sie am Mikro aktiv, hat dabei insgesamt 7 Solo-Alben veröffentlicht. Doch jetzt macht die deutsche Rapperin Schluss mit Musik. Aus, vorbei, das war’s!

SOOKEE

In einem großen Statement gibt es die 36-Jährige bekannt: Es wird nie wieder einen Solo-Release von ihr geben! Nur noch unter ihrem Pseudonym Sukini will sie Musik für Kinder rausbringen, oder gelegentlich als Feature-Gast auf Tracks anderer Rapper auftauchen! Grund für das Karriere-Ende? Keine Lust mehr auf das Business hinter der Musik! Eine letzte Tour mit 4 Auftritten in deutschen Großstädten im März 2020 will Sookee noch spielen, dann ist endgültig Schluss.

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„Ich danke euch allen von Herzchen für die Unterstützung über die Jahre. In welcher Form auch immer sie mich erreicht haben mag. Es geht weiter.“ Viel Glück für die Zukunft!

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Nun es ist so: Ich hab als sookee in über 15 Jahren sieben Solo-Releases über Springstoff und Buback veröffentlicht, hunderte Interviews gegeben, keinmenshweißwieviele Konzerte gespielt, auf Podien, in Workshops, bei Vorträgen den Heterosexismus des Mainstream-Rap und dutzende andere diskriminierungsgestützte gesellshaftliche Shieflagen und Machtverhältnisse beklagt und bekämpft. Ich hab in so vielen Formaten gewirbelt, geshrieen, geflüstert, verhandelt, geträumt, gemutmaßt, skandalisiert, konzipiert, diskutiert und mich verausgabt, dass mir eines unterm Strich klar wird: Ich brauche Abstand. Denn ich kann nicht behaupten, dass bei allen diskursiven Fortshritten und konkret messbaren Erfolgen diese ganzen Fights für mein Seelenheil besonders gesund seien. Ganz im Gegenteil: Ich falle von einer Empörung in die näxte, ein Shmerz jagt den anderen und ich bin immerzu randvoll von Wut und Ohnmachtsgefühlen. Zumal sich im Kontext von Kulturindustrie, in der es wie in jeder anderen Industrie um Zahlen und Quantifizierung (Clicks, Views, Chartplatzierungen, Festival-Slots, Presse-Feedback, Likes, Shares, Ticketverkäufe etc.) geht, sich der gute Wille mit seiner eigenen Kapitalisierbarkeit vermisht. Feminismus ist ein Business geworden. Ja sogar feministisher HipHop, so zart er auch noch gediehen sein mag, befindet sich auf dem Weg zur Verwertungslogik. Das kann man niemandem vorwerfen, das ist das Wesen des alles vereinnahmenden Kapitalismus. Meine Utopie von einer emanzipatorishen Kultur ist drauf und dran davon vershlungen zu werden, noch bevor sie es überhaupt vom Kokon zum Shmetterling geshafft hat. Was nicht im Ansatz für mich zur Folge hat, dass ich meine politishen Hände in den Shoß legen will oder werde. Aber es ist so, dass ich seit über 20 Jahren immer wieder in heftigen depressiven Episoden ums blanke Überleben kämpfe, weil mich „das Böse in der Welt“ überwältigt, ershlägt und in die Shockstarre zwingt. Oder ich wende die Wut gegen mich selbst, weil ich nicht genug tu oder nicht das Richtige oder alles, im Versuch Gutes zu tun, nur noch shlimmer mache. Hinzu kommt – und es tut weh das zuzugeben – (weiter in den Kommentaren)

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