5.000 Euro Strafe für Garten-Party: 21-Jähriger wehrt sich!

April 2020, die Corona-Beschränkungen sind grade neu. Partys? Verboten! Man soll die eigene Wohnung nur im Notfall verlassen. Trotzdem feiert ein 21-Jähriger mit Freunden im Schrebergarten. Dafür soll er jetzt 5.000 Euro zahlen. Aber es kommt anders!

EINSPRUCH

Bei der Feier am 11. April in Augsburg gibt’s ein Lagerfeuer, es wird Musik gehört und Bier aus Papp-Bechern getrunken. Fünf Freunde des Garten-Besitzers Stefan sind da, darunter der 22-jährige Ricardo. Wegen des Lärms wird eine Anwohnerin auf das Treffen aufmerksam – und ruft die Polizei! Als die anrückt, gibt’s ordentlich Ärger – und ein fettes Bußgeld, weil die Gäste ohne triftigen Grund ihre Wohnung verlassen haben. Als die Sirene ertönt, hauen aber alle ab – bis auf Ricardo, der zu dem Zeitpunkt grad pinkeln ist. Jetzt bekommt er eine 500 Euro-Rechnung der Polizei, der Gastgeber soll sogar das zehnfache zahlen. Das lassen sich die Jungs aber nicht gefallen, ziehen vor Gericht – und siegen!

KLEINERE STRAFE

Das Ergebnis der Verhandlung: Die Gartenfeier ist keine „Veranstaltung oder Versammlung“, wie die Stadt behauptet hatte. Sondern nur eine „kleine private Zusammenkunft“. Zahlen müssen die Jungs zwar trotzdem, aber deutlich weniger: Für Stefan sind es laut einem Artikel jetzt nur noch 350 Euro, Ricardo zahlt 250 Euro.

Die Corona-Party im Freien war natürlich trotz der vermilderten Strafe illegal, ein Verstoß gegen die Ausgangs-Beschränkungen nach dem Bayerischen Infektions-Schutzgesetz. Also: Nicht nachmachen!

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