Özil spricht über sein Foto mit Erdogan!

Das Bild des Weltmeisters mit dem türkischen Staatschef sorgte im Sommer 2018 für riesige Diskussionen. Am Ende trat Mesut Özil aus der Nationalmannschaft zurück! In einem neuen Interview äußert sich der Arsenal-Star zum Bild und den Folgen.

SCHUTZLOS

„Erdogan ist der aktuelle Präsident der Türkei und ich zolle dieser Person Respekt, wer auch immer es ist. Auch wenn ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin, ist die Türkei ein Teil von mir. Wenn die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in London wäre und mich um ein Treffen bitten würde, würde ich das natürlich auch machen. Es geht nur darum, der Person im höchsten Amt eines Landes Respekt zu zeigen. Nach dem Foto mit Erdogan habe ich mich nicht respektiert und schutzlos gefühlt. Ich wurde rassistisch beleidigt, sogar von Politikern und anderen Personen aus der Öffentlichkeit. Niemand aus dem Nationalteam hat sich hingestellt und gesagt ‚Stopp. Das ist unser Spieler, ihr könnt ihn nicht so behandeln‘. Sie haben nichts gesagt und es geschehen lassen. Ich hatte das Gefühl, dass von mir erwartet wird, dass ich für das Treffen entschuldigen und einen Fehler eingestehen muss, dann wäre alles gut. Wenn nicht, wäre ich im Team nicht mehr willkommen und sollte zurücktreten. Das würde ich niemals tun. Rassismus war immer da, aber Leute nutzten diese Situation, um ihm freien Lauf zu lassen. Jeder darf seine eigene Meinung haben und das Foto, das ich gemacht habe, nicht gut finden. Genauso darf ich aber auch die Entscheidung treffen, das Foto zu machen.“

HIER DIE QUELLE

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